#UXCGN18 – Designer, Stakeholder, Workflows

Für das 18. UXCGN hat uns REWE digital ins Kupferwerk in der Mülheimer Schanzenstraße eingeladen. Wir haben uns gerne auf die Schäl Sick begeben, um einen Einblick in diese neu geschaffene und schnell wachsende Einheit zu ergattern, in der alle strategischen Online-Aktivitäten der REWE Group gebündelt werden.

Durch den Abend führten uns Sabine Büttner und Daniel Miebach. Die Vorstellungsrunde verzichtete auf die übliche Präsentation aller Teilnehmer mit drei Hashtags. Stattdessen beantwortete das Publikum per Handzeichen ein paar Fragen zum Woher (ja, es waren auch Düsseldorfer und Bonner da!), den Arbeitsschwerpunkten oder zur Häufigkeit des UXCGN-Besuchs.

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Der erste Vortrag kam von unserem Gastgeber REWE digital. Jan Schütte, Service und UX Designer, und Thomas Hornstein, Service Designer und Digital Brand/UX Strategist, stellten sich die Frage: „Brauchen wir überhaupt noch Designer? – Die Rolle von UX-Designern bei REWE digital.

Dass Service Design nicht nur mit Blick auf den Endkunden relevant ist, sondern auch für interne Prozesse, demonstrierten uns die beiden anschaulich. Für die Fahrer des REWE Lieferservice erstellte das Team ein Fahrerhandbuch, welches das Onboaring neuer Fahrer erleichtert, die täglichen Aufgaben dokumentiert und Tipps zum Befüllen des Lieferwagens ebenso wie zum Umgang mit dem Kunden gibt. Wir durften in den Fahrerhandbüchern blättern und waren begeistert vom liebevollen Design und der durchdachten Aufbereitung. Und wir lernten „Frank“ kennen, den Pappaufsteller, der die Fahrer des REWE Lieferservice ermutigt, Feedback einzureichen.

Das vorgestellte Projekt war nur ein Beispiel für das Vorhaben von REWE digital, UX Design bzw. „Design Thinking“ als Ansatz strategisch fest in der gesamten REWE zu verankern. Mit diesem Anspruch war die anfangs gestellt Frage am Ende jedenfalls eindeutig beantwortet: UX-Designer sind weiterhin unentbehrlich.

Den zweiten Vortrag hielt Frank Langer, Senior Experte Usability & User Experience, zum Thema „Argumente für Usability und UX – Wie überzeuge ich Stakeholder?“.

Auf Basis langjähriger Erfahrung konnte er uns sowohl strategische Tipps als auch konkrete Argumentionslinien für die Notwendigkeit von UX mit auf den Weg geben. Im Zentrum müsse immer die Überlegung stehen: Was ist meinem Gegenüber, dem Stakeholder, den ich überzeugen will, wichtig? Da können zum Beispiel Diagramme Bände sprechen, die illustrieren, wie hoch die Folgekosten von Produktentwicklungen sind, die am Markt scheitern, wenn auf die viel günstigere Investition von User Research und Usability Testing am Anfang eines Projekts verzichtet wird.

Im letzten Vortag „Kreations- und Entwicklungsworkflows: die Anforderungen ändern sich“ wusste Philipp Boué, Director UX bei people interactive, mit der kontroversen These „Agile ist Bullshit“ zu provozieren. Seiner Meinung nach hemmt die deutsche Mentalität, die Planbarkeit und ein Commitment auf das Endergebnis fordert, den Einsatz agiler Vorgehensweisen. Trotzdem habe die Arbeit im Wasserfall keine Zukunft und es müssten neue Wege gefunden werden.

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine rege Diskussion. Über die Einsatzmöglichkeiten von agilen Methoden, die Zusammenarbeit in heterogenen Teams und über Tools, die Konzeption und Coding näher zusammenbringen. In einem waren sich aber alle einig: Kollaboration ist in allen Projekten eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Bevor der Networking-Teil des UXCGN startete, zeigten wir mit einem kleinen Video einige Impressionen des zweitägigen Barcamps UX CAMP WEST, das vergangenen Juli in Düsseldorf erstmalig stattgefunden hat. Wir freuen uns, das UX CAMP WEST dieses Jahr in Köln veranstalten zu können! Der genaue Termin im August wird noch hier bekannt gegeben.

 

  1 comment for “#UXCGN18 – Designer, Stakeholder, Workflows

  1. 17. Mai 2017 at 17:02

    This was curious. I think that it would be great if you’ll make some other notes to make it more detailed.

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